Rotkohl Rezept- Klassischer Rotkohl mit Apfel selbst gemacht

Rotkohl gehört zu den bekanntesten Gemüsebeilagen der deutschen Küche. Besonders im Herbst und Winter steht er häufig auf dem Tisch. Der leicht süßliche Geschmack, die intensive Farbe und die lange Haltbarkeit machen Rotkohl zu einem idealen Wintergemüse. Wenn Rotkohl aus dem eigenen Garten stammt, wird das Gericht noch aromatischer.

Frischer Rotkohl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Dazu gehören Vitamin C, Vitamin K, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane. Diese Stoffe sorgen für die typische violett-rote Farbe und gelten als antioxidativ.

Ein klassischer Rotkohl wird meist mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzen geschmort. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis aus Süße, Säure und Würze. Besonders gut passt Rotkohl zu Braten, Wildgerichten oder Kartoffelklößen.

Der Vorteil eines selbst gekochten Rotkohls liegt vor allem im Geschmack. Viele Fertigprodukte enthalten Zusatzstoffe oder zu viel Zucker. Wenn du Rotkohl selbst zubereitest, kannst du die Zutaten genau anpassen.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Zubereitung. Mit wenigen Zutaten entsteht eine aromatische Beilage, die sich auch gut vorbereiten lässt. Aufgewärmter Rotkohl schmeckt oft sogar noch besser, weil die Gewürze stärker durchziehen.


Zutaten für klassischen Rotkohl mit Apfel

Dieses Rezept reicht für etwa 4 Personen.

Zutaten:

  • 1 mittelgroßer Rotkohl (ca. 1 kg)
  • 2 Äpfel
  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Butter oder Pflanzenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Zucker oder Honig
  • 200 ml Apfelsaft
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 Zimtstange (optional)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Optional:

  • 1 TL Johannisbeergelee
  • etwas Rotwein

Diese Zutaten sorgen für einen typischen, leicht süß-säuerlichen Geschmack.


Rotkohl vorbereiten

Zuerst wird der Rotkohl vorbereitet. Dazu entfernt man die äußeren Blätter. Danach wird der Kohl geviertelt und der Strunk herausgeschnitten.

Anschließend schneidet man den Kohl in feine Streifen. Je feiner der Kohl geschnitten ist, desto schneller wird er beim Kochen weich.

Danach werden die Äpfel geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten. Sie sorgen später für eine natürliche Süße.

Die Zwiebel wird ebenfalls geschält und fein gewürfelt.


Rotkohl richtig kochen

Zuerst wird die Butter oder das Öl in einem großen Topf erhitzt. Danach gibt man die Zwiebeln in den Topf und brät sie kurz an.

Anschließend kommt der geschnittene Rotkohl dazu. Der Kohl wird einige Minuten mit den Zwiebeln angebraten. Dabei verliert er etwas Volumen.

Jetzt werden Apfelstücke, Apfelessig, Apfelsaft und Zucker hinzugefügt. Danach kommen Lorbeerblätter, Nelken und optional die Zimtstange in den Topf.

Alles wird gut vermischt.

Danach wird der Rotkohl bei niedriger Hitze etwa 45 bis 60 Minuten geschmort. Der Topf sollte dabei mit einem Deckel geschlossen sein.

Zwischendurch sollte der Rotkohl gelegentlich umgerührt werden. Falls zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist, kann etwas Wasser oder Apfelsaft ergänzt werden.


Geschmack verfeinern

Am Ende der Garzeit wird der Rotkohl abgeschmeckt.

Jetzt kann man Salz und Pfeffer hinzufügen. Wer den Geschmack intensiver machen möchte, kann etwas Johannisbeergelee unterrühren. Dadurch entsteht eine leichte fruchtige Note.

Auch ein kleiner Schuss Rotwein kann dem Gericht mehr Tiefe geben.

Vor dem Servieren sollten die Lorbeerblätter, Nelken und die Zimtstange entfernt werden.


Tipps für besonders aromatischen Rotkohl

Einige einfache Tricks können den Geschmack noch verbessern.

1. Rotkohl vorher marinieren

Wenn du Zeit hast, kannst du den geschnittenen Rotkohl bereits einige Stunden vorher mit Essig und Salz mischen. Dadurch wird der Kohl weicher und nimmt später die Gewürze besser auf.

2. Apfelsorten wählen

Säuerliche Apfelsorten eignen sich besonders gut. Zum Beispiel Boskoop oder Elstar.

3. Rotkohl am Vortag kochen

Rotkohl schmeckt oft noch besser, wenn er am nächsten Tag aufgewärmt wird. Die Gewürze ziehen dann stärker ein.


Wie lange ist gekochter Rotkohl haltbar?

Gekochter Rotkohl lässt sich mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren. In einem gut verschlossenen Behälter hält er etwa 3 bis 4 Tage.

Auch das Einfrieren ist möglich. Dabei bleibt der Geschmack meist gut erhalten. Rotkohl kann etwa 6 Monate eingefroren werden.


Rotkohl aus dem eigenen Garten verwenden

Wenn du Rotkohl selbst angebaut hast, ist dieses Rezept besonders interessant. Frischer Kohl aus dem Garten ist meist aromatischer als gekaufter.

Außerdem enthält frisch geernteter Kohl oft mehr Nährstoffe. Deshalb lohnt es sich, Rotkohl im eigenen Gemüsebeet anzubauen.


Fazit

Rotkohl gehört zu den klassischen Wintergerichten. Mit wenigen Zutaten lässt sich eine aromatische Beilage zubereiten. Besonders gut schmeckt Rotkohl mit Äpfeln, Essig und Gewürzen.

Das Gericht ist einfach zuzubereiten und lässt sich gut vorbereiten. Außerdem passt Rotkohl zu vielen traditionellen Gerichten. Wer Rotkohl selbst anbaut und anschließend frisch kocht, verbindet Gartenarbeit mit gesunder Küche.


Weiterführende Links:

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