Porree anbauen im Garten: Tipps für gesunden Lauch

Porree gehört zu den klassischen Gemüsepflanzen im Garten. Das Gemüse ist robust, vielseitig verwendbar und relativ einfach anzubauen. Viele Hobbygärtner schätzen Porree besonders, weil er auch in der kühleren Jahreszeit geerntet werden kann. Gleichzeitig liefert das Gemüse viele wertvolle Nährstoffe. Deshalb gehört Lauch in vielen Bio-Gärten zu den festen Bestandteilen im Gemüsebeet.

Porree ist botanisch gesehen eine Kulturform des Ackerlauchs. Der wissenschaftliche Name lautet Allium porrum. Die Pflanze gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Damit ist sie eng verwandt mit Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch. Charakteristisch für Porree ist der lange weiße Schaft mit den kräftigen grünen Blättern. Je nach Sorte kann Porree bis zu 80 cm hoch werden.

Der Geschmack ist mild und leicht würzig. Deshalb eignet sich Porree für viele Gerichte. Besonders häufig findet man ihn in Suppen, Eintöpfen oder Gemüsepfannen. Doch auch roh im Salat lässt sich junger Lauch gut verwenden.

Für den Bio-Garten ist Porree eine interessante Kulturpflanze. Die Pflanze benötigt wenig Pflege, verträgt kühles Wetter und wächst zuverlässig. Zudem lässt sich Porree über viele Monate hinweg ernten. Wer mehrere Sorten kombiniert, kann fast das ganze Jahr über frischen Lauch aus dem eigenen Garten genießen.


Herkunft und Eigenschaften von Porree

Porree hat eine sehr lange Geschichte. Schon im alten Ägypten wurde Lauch als Nutzpflanze angebaut. Auch in der Antike war das Gemüse bekannt. Die Römer verbreiteten den Anbau in vielen Teilen Europas.

Heute wird Porree weltweit angebaut. Besonders verbreitet ist das Gemüse in Europa. Länder wie Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande zählen zu den wichtigen Anbaugebieten.

Die Pflanze besitzt ein kräftiges Wurzelsystem. Dadurch kann sie auch in etwas trockeneren Böden wachsen. Dennoch bevorzugt Porree einen lockeren, humusreichen Gartenboden.

Typisch für Porree ist der sogenannte Schaft. Dieser entsteht durch dicht übereinander liegende Blattbasen. Der untere Teil bleibt weiß, solange er kein Licht bekommt. Deshalb häufeln viele Gärtner die Pflanzen an. Dadurch verlängert sich der helle Schaft.

Es gibt verschiedene Porree-Sorten. Grundsätzlich unterscheidet man drei Typen:

  • Sommerporree
  • Herbstporree
  • Winterporree

Sommerporree wächst besonders schnell. Er wird meist ab Juli geerntet. Herbstporree folgt im Spätsommer und Herbst. Winterporree ist besonders frosthart und kann oft bis ins Frühjahr im Beet bleiben.


Porree im Garten aussäen und vorziehen

Porree lässt sich direkt im Garten aussäen oder zunächst vorziehen. Viele Gärtner entscheiden sich für eine Vorzucht. Dadurch wachsen kräftigere Pflanzen heran.

Die Aussaat beginnt meist zwischen Februar und März. In dieser Zeit werden die Samen in Anzuchtschalen oder kleine Töpfe gesät. Eine Temperatur von etwa 15 bis 18 Grad ist ideal für die Keimung.

Die Samen werden etwa einen Zentimeter tief in die Erde gelegt. Anschließend wird die Erde leicht feucht gehalten. Nach etwa zehn bis zwanzig Tagen erscheinen die ersten Keimlinge.

Sobald die Pflanzen etwa bleistiftdick sind, können sie ins Gartenbeet gesetzt werden. Der ideale Zeitpunkt liegt meistens zwischen April und Mai.

Viele Gärtner kürzen beim Pflanzen sowohl die Wurzeln als auch die Blattspitzen leicht. Diese Methode hilft der Pflanze, schneller anzuwachsen.


Der richtige Standort

Porree wächst am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Pflanze ist relativ anpassungsfähig. Dennoch lohnt sich ein guter Platz im Garten.

Der Boden sollte locker, humusreich und nährstoffhaltig sein. Besonders gut eignen sich Böden, die zuvor mit Kompost verbessert wurden.

Staunässe verträgt Porree schlecht. Deshalb sollte das Wasser im Beet gut abfließen können. Schwerer Lehmboden kann mit Sand und Kompost verbessert werden.

Auch die Fruchtfolge spielt im Bio-Garten eine wichtige Rolle. Porree sollte nicht direkt nach anderen Lauchgewächsen angebaut werden. Dazu gehören zum Beispiel Zwiebeln oder Knoblauch. Eine Anbaupause von mindestens drei Jahren ist empfehlenswert.

Sehr gut eignet sich Porree als Nachkultur nach frühen Gemüsesorten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Frühkartoffeln
  • Salat
  • Spinat

Durch diese Kombination wird der Gartenboden optimal genutzt.


Pflege von Porree im Bio-Garten

Porree ist relativ pflegeleicht. Trotzdem profitieren die Pflanzen von einigen einfachen Maßnahmen.

Regelmäßiges Gießen ist wichtig. Besonders in trockenen Sommerperioden benötigen die Pflanzen ausreichend Wasser. Der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben.

Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub kann sehr hilfreich sein. Mulch hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt gleichzeitig Unkraut.

Porree zählt zu den Starkzehrern. Das bedeutet, dass die Pflanzen viele Nährstoffe benötigen. Kompost oder gut verrotteter Mist sind daher ideal als Dünger.

Auch das Anhäufeln gehört zur typischen Pflege. Dabei wird Erde um den unteren Teil der Pflanze geschoben. Dadurch bleibt der Schaft länger weiß und zart.

Viele Hobbygärtner verwenden zusätzlich ein Pflanzloch. Die Jungpflanzen werden tief eingesetzt, ohne das Loch komplett zu schließen. Mit der Zeit füllt sich das Loch von selbst mit Erde.


Krankheiten und Schädlinge

Wie viele Gemüsepflanzen kann auch Porree von Schädlingen befallen werden. Der bekannteste Schädling ist die Lauchmotte. Die Raupen fressen sich durch die Blätter und beschädigen den Schaft.

Auch die Lauchfliege kann Probleme verursachen. Ihre Larven fressen im Inneren der Pflanze.

Im Bio-Garten helfen verschiedene natürliche Maßnahmen:

  • Gemüseschutznetze
  • Mischkultur
  • Fruchtfolge

Eine sehr gute Kombination ist die Mischkultur mit Möhren. Der Geruch der Pflanzen wirkt gegenseitig abschreckend auf Schädlinge.

Darüber hinaus können auch Pilzkrankheiten auftreten. Besonders bei feuchtem Wetter entsteht manchmal Rostpilz auf den Blättern. Eine gute Luftzirkulation im Beet reduziert dieses Risiko.


Porree ernten und lagern

Die Erntezeit hängt von der jeweiligen Sorte ab. Sommerporree wird meist zwischen Juli und September geerntet. Herbstporree folgt im Oktober und November. Winterporree kann oft bis in den März hinein im Beet bleiben.

Zum Ernten wird die Pflanze vorsichtig mit einer Grabegabel gelockert. Anschließend lässt sich der Lauch leicht aus dem Boden ziehen.

Frischer Porree hält sich im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen. Besonders gut lässt sich Lauch auch einfrieren. Dazu wird das Gemüse einfach in Scheiben geschnitten und roh eingefroren.

Viele Gärtner lassen einen Teil der Pflanzen einfach im Beet stehen. Winterporree ist sehr frosthart und kann bei Bedarf geerntet werden.


Porree in der Küche

Porree ist ein vielseitiges Gemüse. Besonders beliebt ist er in Suppen. Klassische Beispiele sind Kartoffelsuppe oder Lauchsuppe.

Auch in Gemüsepfannen oder Aufläufen passt Lauch hervorragend. Der Geschmack harmoniert gut mit Kartoffeln, Möhren oder Pilzen.

Darüber hinaus enthält Porree viele gesunde Inhaltsstoffe. Dazu gehören:

  • Vitamin C
  • Vitamin K
  • Folsäure
  • Kalium

Außerdem enthält Lauch sogenannte Schwefelverbindungen. Diese Stoffe sorgen für den typischen Geschmack und besitzen antioxidative Eigenschaften.

Damit ist Porree nicht nur ein leckeres Gemüse, sondern auch eine wertvolle Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung.


Fazit: Porree ist ideal für den Bio-Garten

Porree gehört zu den unkomplizierten Gemüsepflanzen im Garten. Die Pflanze wächst zuverlässig und benötigt nur wenig Pflege. Gleichzeitig lässt sich Lauch über viele Monate hinweg ernten.

Wer verschiedene Sorten kombiniert, kann fast das ganze Jahr frischen Porree aus dem eigenen Garten genießen. Besonders im Bio-Garten ist das Gemüse sehr beliebt. Mit Kompost, Mulch und einer guten Fruchtfolge gedeihen die Pflanzen hervorragend.

Auch für Anfänger ist Porree eine gute Wahl. Die robuste Pflanze verzeiht kleine Fehler und liefert trotzdem eine gute Ernte.


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